Dienstag, 28. Februar 2017

Februar - kleinere Rückschläge

Im Januar habe ich erstmals einen Monatsrücklick geschrieben und war ganz gerührt, wie viele von euch darauf reagiert habt. Auch im Februar möchte ich nun auf die letzten Wochen zurückschauen.

Für mich selbst gewerkelt im Februar:
Tatsächlich habe ich im Februar auch für meine eigenen Zwecke wieder einmal die Nadel in die Hand genommen. Allerdings bin ich noch sehr weit davon entfernt, dieses Projekt zeitnah zu beenden, weil es - falls es überhaupt zum Erfolg werden sollte - eine sehr unvernünftige Menge Paillettenstickerei beinhalten wird. Klingt kryptisch? Für den Moment so viel: Ich bin auf einen Ball eingeladen und brauche ein Kleid. Ein Flapperdress soll's werden!

Für andere gewerkelt im Februar:
Abschließen konnte ich in den vergangenen Wochen Smoking Girl, eine größere Stickerei, die zu einem Tauschprojekt gehört - und eine ganz kleine Sache, die dennoch mehrere Jahre in Anspruch genommen hat. Bisher hat sie ihren Weg in den Blog noch nicht gefunden, aber das wird sich demnächst ändern. Ich kann euch an dieser Stelle schon mal Eichhörnchen versprechen!
Smoking Girl für die Lieblingsunterwäsche-Designerin // Smoking Girl for my favourite lingerie designer
Angefangene Projekte:
Angefangen habe ich wie oben bereits erwähnt erste Testläufe für mein Ballkleid. Allerdings habe ich am vergangenen Wochenende im Nähcamp mit einer lieben Nähkromanten-Freundin bemerkt, dass ich
a) schon ewig keine Kleider mehr genäht habe und
b) unter anderem deswegen an einem Stoff scheitere, auf dem man nicht vorzeichnen (und dementsprechend auch mehr so pi mal Daumen zuschneiden) kann. Hmpf!

Gescheiterte Projekte:

Gescheitert ist trotzdem noch lange nichts. Bis zum Ball liegen noch mehrere Monate vor mir und ich kann mir überlegen, ob ich in dieser Zeit wahlweise das Konzept an sich über den Haufen schmeiße und etwas ganz anderes nähe oder ob ich bei meinem Plan bleibe und mir dafür anderen Stoff besorge, mit dem ich besser klarkomme. Vorher muss ich aber noch ein bisschen schmollen und mich an Projekte halten, die mich nicht vor Herausforderungen stellen.

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Diesen Monat gab es nichts Neues an dieser Front.

Stoff gekauft:
... habe ich immer noch nicht. Allerdings sind einhundert Meter pinkes Garn bei mir eingezogen, die ich für die "She's Whiskey in a Teacup"-Stickerei brauche. Mehr Material ist es allerdings erneut nicht geworden.
Das tolle Design stammt mal wieder von Urban Threads. // Design by Urban Threads.
Stoff vernäht:
2,45 m² - das klingt ganz schön viel für meine Verhältnisse. Da sie allerdings im mehrfach erwähnten Kleiderprojekt verschwunden sind, waren es eher keine erfolgreichen zweieinhalb Meter.Anderes

Material verarbeitet:
0,04 m² Vlieseline beim Smoking Girl. Süß! Ein weiteres Wollknäuel ist ebenfalls weggekommen.

Pläne für den März:
Ich würde gerne die "She's Whiskey in a Teacup"-Stickerei fertigstellen und wenigstens versuchen, zeitnah auch eine Kissenhülle daraus zu machen. Außerdem liegt ein Quilttop im Regal, das zu einem Quiltsandwich verarbeitet werden möchte
Auch oben genanntes Kleid möchte ich nicht aus den Augen verlieren...

February had some ups and downs in regards of successful sewing. After years of mainly patchwork and quilts, I tried to sew a dress and had to accept that the fabric I had in my stash for this project for years might not be the right one. Hmpf! Apart from that, I finished one bigger embroidery piece which turned out pretty fine and is dearly loved by its new owner. A very small project (that took me a couple of years nevertheless) is ready to be given away, too. Yay!

How was your crafty February?

Donnerstag, 23. Februar 2017

Ein Hörnchen für's Hörnchen

Verlinkt bei handmade with Blümchen und der Stoffresteparty. // It's a squirrel! Yay!
Meine Beste mag Eichhörnchen. Und sie hat immer mal wieder Lust, nähen zu lernen. Vergangenes Weihnachten hatte ich dann beschlossen, ihr zumindest mal die Grundausstattung zu schenken und sie dann daraus machen zu lassen, was sie möchte.


Zu einer solchen Grundausstattung gehört definitiv ein Nadelbüchlein, finde ich. Und für mein Lieblingshörnchen muss es natürlich eines mit gesticktem Hörnchen sein. Die Vorlage habe ich hier bei Embroidery Library gefunden. Leider gibt es sie nur für Maschinenstickerei, aber daraus eine Handstickerei zu machen, ist deutlich einfacher als andersrum.

Offensichtlich nicht so einfach fiel mir das Platzieren der Stickerei auf dem Nadelbüchlein. Das Hörnchen wohnt jetzt nämlich auf der Rückseite des Nadelbüchleins, was mir peinlich spät aufgefallen ist. Dö-dömm, ein Anfängerfehler auf einem Anfängergeschenk. Für ein bisschen Realität habe ich beschlossen, die Bilder für den Blog nicht zu spiegeln. Zum Glück findet die Beschenkte diese Folge eines gedanklichen Aussetzers nicht dramatisch. "Huh? Das klettert kopfüber. Läuft", sagte sie und grinste, wie nur sie grinst. Tolles Lieblingshörnchen.

Fail. Hörnchen ist auf der Rückseite. Ähem. Nicht nachgedacht.//
Well, putting the squirrel on the back was not that clever.
Wie man sieht, hab ich diese Fotos des fertigen Produkts kurz vor dem Einpacken im Halbdunkel gemacht. Aber immerhin erkennt man, dass sich meine Vorliebe für kontrastfarbene Vorstiche auch in dieses Projekt gemogelt hat - selbst, wenn es mal kein Quilt ist. Ebenfalls ziemlich konstant zieht sich das Farbschema durch. Der Futterstoff ist uralt - und ist schon mal in Form eines Armbands zum Hörnchen gewandert, das sie getragen hat, bis es ihr tatsächlich vom Arm fiel. Woraufhin ich den Knopf wieder annähte, bis der Stoff entgültig aufgab. Aber das ist eine andere Geschichte und soll zu einem anderen Zeitpunkt erzählt werden.

Ich mag den Innenstoff und die Zierstiche unheimlich gerne. // I like the fabric inside very much.
My best friend loves squirrels. As she fantasises about sewing, I decided to give her the basic stuff as her Christmas present. Part of it was this needle case with an embroidered squirrel (design by Embroidery Library). Unfortunately I made a mistake and embroidered the cute animal on the wrong half of the fabric, but my bestie decided to not mind. 
Apart from this, I really like it. The inner fabric is older than me and was part of another present for this particular friend. So this is not only a noce way to repeat the colours of the embroidery, but also some kind of friendship symbol stuff.

Dienstag, 21. Februar 2017

[Was wir tragen, was wir sind] Stilvorbilder

Verlinkt bei Art & Stils toller Aktion "Was wir tragen, was wir sind"
Hier habe ich darüber geschrieben, was ich unter "Stil" verstehe und hier geht es darum, wie sich mein Verhätlnis zu Kleidung entwickelt hat. Heute habe ich mich neuen Fragen von Nico angenommen.


Fallen dir Frauen auf der Straße auf? Falls ja, welche Art von Frauen ziehen deine Aufmerksamkeit auf sich?
Natürlich stechen mir manchmal Leute ins Auge - üblicherweise, wenn sie aufgrund von Äußerlichkeiten aus dem Rahmen fallen. Das können leuchtend bunte Haare sein oder eindeutig subkulturell konnotierte Kleidung. Besonders bei Kutten gucke ich dann auch oft ein bisschen genauer - könnte ja sein, dass da Inspiration für mich lauert (Farbschemata? Erkennbare Genrepräferenz? Zierstiche?). Neugierig werde ich auch bei Tattoos oder Piercings.

Es kann aber auch passieren, dass ich einer Frau hinterhergucke, die einen currygelben Wollmantel mit petrolfarbenem Loopschal kombiniert hat. Weil ich diese Farbkombination und solche bunten Flecken im februargrauen Alltag total großartig finde, sie aber bei mir nicht (mehr) stattfinden.

Welche bewunderst du? Was bewunderst du an der Art, wie andere Frauen auftreten? Wenn nicht Bewunderung, wie würdest du das Gefühl beschreiben, das eine interessant angezogene Frau auf der Straße bei dir auslöst?
Ich weiß nicht, ob ich von Bewunderung sprechen würde, da schwingt so viel Ehrfurcht mit - und die empfinde ich bei flüchtigen Begegnungen mit Wildfremden eigentlich nicht. Mir gefällt Ausgefallenheit. Und es erfreut mich, wenn ausgefallene Optik mit Entspanntheit und Selbstbewusstsein einher geht.


Viele Leute sagen, sie wollen sich «wohl fühlen», oder sie bewundern Menschen, die »selbstbewusst» wirken. Was bedeutet das für dich?
Ich nehme Menschen so wahr, wenn sie nicht an ihrer Kleidung zuppeln und in ihren Bewegungen nicht steif oder hektisch wirken oder sie den Blicken anderer Menschen nicht ausweichen. Aber inwieweit dieses von außen wahrgenommene Selbstbewusstsein wirklich von der getragenen Kleidung abhängig ist, ist natürlich fraglich. Genauso gut kann die hektisch zuppelnde Person ja auch dringend aufs Klo müssen oder kommt gerade zu einem wichtigen Termin zu spät und ist daher vollkommen unentspannt und hektisch - und nicht, weil sie sich Sorgen macht, was Hinz und Kunz von diesem Minirock halten. 

Ich muss gestehen: Dieses Mal hatte ich Schwierigkeiten, die Überschrift "Stilvorbilder" mit den Fragen in Einklang zu bringen. Random Begegnungen auf der Straße reichen für mich nicht aus, um Vorbilder zu küren. Natürlich mag eine solche Begegnung dafür sorgen, dass ich plötzlich Lust auf ein bestimmtes Kleidungsstück bekomme.

Viel wahrscheinlicher ist aber, dass diese Lust durch Personen ausgelöst wird, von denen ich deutlich mehr mitbekomme. Beispielsweise von Menschen hinter Blogs, die ich gerne lese und dadurch nicht nur einen deutlich breiteren Einblick in den Kleiderschrank (und damit ihren Stil), sondern auch das "Warum" und nicht nur das "Was" hinter einem Outfit erfahren kann. Die Gedanken, die sich jemand um seine Kleidung macht, finde ich dabei meistens "vorbildlicher" als die Kleidung selbst. Denn selbst wenn mir die Kleidung an sich nicht gefällt, kann die Idee dahinter mich auf total gute Ideen bringen oder mich aus einem bestimmten Blickwinkel auf meine Kleidung schauen zu lassen.

Sonntag, 19. Februar 2017

[7 Sachen] mit Whiskey in einer Teetasse

Nachdem ich in den letzten Wochen keine sonntäglichen Fotos teilen konnte, bin ich dieses Mal bei GrinseSterns Linkparty wieder dabei und zeige euch sieben Sachen, die ich am Wochenende mit meinen Händen getan habe.

Kerzen entzündet. Alle drei stecken in Haltern, die mir aus verschiedenen Gründen viel bedeuten. // Lighting candles.
An einer Stickerei nach einem Design von Urban Threads weitergearbeitet. // Stitching an Urban Thread's design.
Einen neuen Staubsaugerbeutel in selbigen gestopft und ihn voller Begeisterung durch die Wohnung gezerrt. Yay, sauber! //
Vacuum-cleaning my appartement. I've never seen less dust in here. Yay!
Nach ausgiebiger Putzerie gab es finnische Schokolade zur Stärkung, die mir eine Freundin geschickt hatte, im Tausch
gegen das Bondage Mädchen. Om nom nom! // Eating Finnish chocolate. It's so tasty!
Eine tolle, handgezeichnete Postkarte, die ich via postcrossing.com von einer Tätowiererin aus Brasilien bekommen habe. //
Pinning a postcard I got via postcrossing.com to my postcard wall. It was handdrawn by an aspiring Brazilian tattoo artist.
Monochrome Wäsche zusammengelegt. // Folding clothes. Black is my happy colour, obviously.

Einen fantastischen Podcast gehört. *Hier* klicken für Physik, Ethik und Hochschulpolitik. // Listening to an awesome podcast.
Den Rest des Sonntags möchte ich mich weiter Werkelprojekten widmen - ich bin nur noch nicht sicher, auf welche es hinauslaufen wird. Wie gestern erwähnt, gibt es in dieser Wohnung durchaus genug Auswahl.

Habt einen großartigen Start in die neue Woche!

Hey there, did you have a nice week-end so far? I did, very much so as you can see in the pictures above. And I will make it stay that way, sewing and embroidering for the rest of the evening. 

Did you do anything creative this week-end?

Samstag, 18. Februar 2017

[Samstagstee] mit Freunden

Noch schnell eine Tasse Tee, bevor das Wochenende richtig losgeht. // But first, tea.
Samstagstee mit Spongebob und seinem Kumpel Patrick, um genau zu sein. Die Tasse verdanke ich meiner späten Teenagerjahre, als mein Humor noch ein bisschen infantiler war als heute. Der Phase verdanke ich auch einen Ohrwurm, der immer wieder ausgegraben wird, wenn meine Beste und ich zusammensitzen. Irgendeine fängt immer an, laut und falsch zu singen - und die andere macht mit.

F steht für Freunde, die was unternehmen...

Nicht mit der Besten, aber immerhin mit tollen Arbeitskollegen treffe ich mich gleich zum Brunchen und möchte danach einen entzückenden kleinen Handarbeitsladen besuchen und pinkes Garn besorgen. Dieses Wochenende soll nämlich komplett im Zeichen des Werkelns stehen, weil ich unter der Woche zu gar nichs gekommen bin. Neben mir liegt eine Stickerei, die sehnsüchtig auf Materialnachschub wartet; das Schnittmuster für ein Flapperdress wispert mir zu, dass ein Probeteil fällig werde und aus dem Nebenzimmer krakeelt ein Patchworktop, dass es nun wirklich bereit für seine Vermählung mit einem Vlies sei. Würde ich genauer nachsehen, fänden sich sicherlich noch einige Projekte mehr, die gerne ihren Teil zu meinem Wochenende beitragen würden - ich gehöre nämlich (leider?) zu den Werkelnden, die Projekte noch lieber anfangen als fertigstellen.

Zu welcher Gruppe gehört ihr? Team "Ich ziehe dieses Projekt jetzt durch, bis es fertig ist und lasse mich durch nichts ablenken" oder doch eher Team "Dieses Projekt macht gerade wirklich Spaß und... oh! Das ist aber auch eine tolle Idee"? 

In den sieben Sachen werdet ihr morgen nachlesen können, ob ich einfach etwas ganz neues angefangen oder tatsächlich etwas älteres vollendet oder wenigstens fortgeführt haben werde. Vorher verschwinde ich aber mit knurrendem Magen zum Brunch - und lese mir danach bei Andrea durch, was eure Woche so gebracht hat.

Habt alle ein zauberhaftes Wochenende!

Dienstag, 14. Februar 2017

Smoking Girl

Gestickt nach einem Design von Nattskiftet. // Original design by Nattskiftet.
Irgendwann im letzten Jahr saß ich in einem Keller-Atelier in Berlin und plauderte inmitten toller Unterwäsche über Stickereien. "... und sie stickt diese krassen Dinger mit Nähgarn! Ich muss hier irgendwo ein Foto haben... Oh! Du hast deine Kutte ja dabei. Zeig den Backpatch doch nochmal her!", sprach Designerin Sabrina Dortmund, um anschließend beides ihrem Fotografen und ihrem Model unter die Nase zu halten.

Wie sehr das Weiß der Rauchwolke leuchtet, gefällt mir sehr gut. Werde ich in Zukunft häufiger machen. //
This was the first time I used white thread in my embroidery works. I like the way it shines on the grey fabric.

Minuten später hatten wir einen Tausch verabredet - eine meiner Stickereien gegen eines ihrer Höschen. Da ich Sabrinas Unterwäsche liebe und seit Monaten nahezu ununterbrochen einen ihrer BHs trage, war ich natürlich total im Glück. Der andere Aspekt ist natürlich, dass Sabrina mit dieser Unterwäsche ihr Leben finanziert - und zu sehen, dass eine meiner Stickereien ihr den Gegenwert eines ihrer Höschen wert ist, war wirklich fein. (Denn ja, ich hätte ihr auch den vollen Preis gezahlt.)

Am liebsten hätte ich ihr eine Figurine mit einem ihrer eigenen Designs gezeichnet und gestickt. Leider habe ich meine Zeichenskills so lange vernachlässigt, dass ich daran grandios gescheitert bin. Als ich dann über Nattskiftet gestolpert bin, hatte ich endlich meine Alternative entdeckt.

Ich habe versucht, den Glasrand durch wechselnde Stichrichtung sichtbar zu machen. So ganz gelungen ist es mir nicht. //
I tried to show the change between seeing the liquid and seeing the liquid through the glass.
Am Samstag haben wir uns endlich wieder gesehen und Schätze ausgetauscht. Inklusive in Unterwäsche mitten im Atelier auf und ab hopsen (nur so kann man feststellen, ob ein BH gut sitzt!) und begeisterter Um-den-Hals-Fallerei. Glücklich sind wir beide mit dem Ergebnis des Tauschs. 

Und wenn ihr jetzt neugierig seid, von welcher Unterwäsche ich hier eigentlich die ganze Zeit schreibe, solltet ihr euch auf der Website von Sabrinas Label Tight Laced umgucken. Bis einschliesslich heute gibt es nämlich unter Angabe des Gutscheincodes „love-yourself“ 14% Rabatt auf den Einkauf im Onlineshop.
(Und falls ihr euch das nun fragt: Ich erzähle euch das nicht, weil Sabrina mich am Umsatz beteiligt, sondern weil ich wirklich begeistert von ihrer Arbeit bin.)

Verlinkt bei handgestickt von made with Blümchen, Handmade on Tuesday, den DienstagsDingen und dem creadienstag.
This smoking girl with booze is my latest swap contribution. My favourite underwear designer Sabrina Dortmund of the label Tight Laced asked me if I wanted to embroider something for her in exchange for one of her panties. Of course I wanted! 
It took me a while to find a design I thought she might like, but in the end, I found Nattskiftet on Instagram. Luckily, she liked it. So now I do have new lingerie and Sabrina has an embroidered piece of fabric. Both of us are happy.

Freitag, 10. Februar 2017

Dead Kitty Dislikes Catcalls

Verlinkt beim Freutag und beim Freebook Friday!

Danke Creeny bin ich auf #freudeschenken 2017 bei Instagram aufmerksam geworden. Wer mitmachen wollte, erklärte sich gleichzeitig bereit, fünf weiteren Menschen in diesem Kalenderjahr eine Freude zu machen. Weil ich bekanntermaßen der festen Überzeugung finde, dass die Welt gerade ein bisschen mehr Freundlichkeit verträgt, habe ich mich gleich mal eingetragen. Dass bazingagrrrl gleich als erste kommentiert hat, war mir eine besondere Freude, da ich sie sogar pesönlich kenne. Tolle Frau!

Weil sie a) eine große Vorliebe für Katzenschädel hat und b) mein letztes revoluzzzionäres Monsterchen so gerne mochte, war die grundsätzliche Idee schnell geboren: ein totes Katzenmonster mit Message sollte es sein.

 Dead Cats against Catcalling!
Catcalling beschreibt die unerwünschte verbale Aufmerksamkeit, die Personen im öffentlichen Raum durch andere zukommt, oft in Form von unerwünschten Zurufen wie "Ey, geiler Arsch!" oder ähnlichem. Ich werde an dieser Stelle darauf verzichten zu erklären, warum ich und viele andere sowas nicht als Kompliment verstehen. 

Meine Inspiration stammt von dieser Stickerei von Brin Jones, es finden sich aber auch viele andere Umsetzungen des Slogans, beispielsweise bei Pinterest. Den Katzenschädel fand ich bei Urban Threads und das ebenso kostenlose wie liebevoll gestaltete Schnittmuster und Tutorial gibt's hier bei Revoluzzza.

Die Stickerei im Detail. Ich freue mich, dass ich das Rot hinten noch einmal untergebracht habe.  // Embroidery detail.
Ich hatte großen Spaß beim Werkeln, bazingagrrrl freute sich nach eigenem Bekunden beim Auspacken und jetzt überlege ich mir, was die anderen vier zu Beschenkenden bekommen sollen. Am Ende könnten es durchaus noch ein paar Monsterchen werden...

Für respektvolle Menschen hat das Monsterchen viel Herz. // Lots of love for respectful people.
I made this monster for bazingagrrrl following Revoluzzza's free tutorial, using a kitty skull by Urban Threads. As she liked my last monster and is pretty fond of cat skulls, it was one of the easiest decisions ever!

Montag, 6. Februar 2017

Glitzernde Tentakel

Mein neuer Alltagsbegleiter: die bestickte Tentakeltasche. // My new every day bag - beautifully embroidered.
In meinem Nähforum wichteln wir zu Weihnachten jedes Jahr. Hier habe ich euch den Patch gezeigt, den ich zu diesem Zweck bestickt habe. Heute ist es endlich an der Zeit euch zu zeigen, was ich bekommen habe: Diese grandiose Tasche mit Tentakeltier-Stickerei.

Ich bin hin und weg von der Stickerei. // I just love the stitching.
Der (ebenfalls grandiose) Festival-Beutel, der mich zuvor jeden Tag begleitet hatte, hatte so große Löcher, dass Kugelschreiber durchgefallen waren. Definitiv nicht mehr bürotauglich also.
Als ich mir einen Beutel wünschte, der diesen Mangel ausgleicht, habe ich nicht damit gerechnet, so einen High end-Beutel auspacken zu dürfen. Schaut euch diese Stiche an. So gleichmäßig! Und sogar Glitzergarn hat die tolle Nähkromantin verwendet - und jeder, der schon mal versucht hat, damit zu sticken, weiß, was das für ein Krampf ist.

Die Tasche ist sogar gefüttert! // The bag is even lined!
Dass der Beutel sogar gefüttert ist (in der Farbe, die ich neben schwarz am häufigsten trage), wird seiner Lebensdauer sicherlich zugute kommen - und hat nicht unbeträchtlich zu meiner Begeisterung beigetragen. Weil diese auch nach einem Monat immer noch nicht nachgelassen hat, kommt dieser Tentakelbeutel heute zu den Montagsfreuden.

Do you remember my Secret Santa Dobby patch? I got something beautiful in return that was embroidered, too. I am in love with everything about this bag - the motif of the embroidery, the stitches, the fact that my fellow Nähkromantin used glittery yarn (which uses to be a pain in the ass to work with), the fact that the bag is even lined and that the lining is in the one coloury coulour I use to wear a lot.

Samstag, 4. Februar 2017

[Samstagstee] mit Cthulu

Noch so eine Lieblingstasse - verlinkt bei Andreas Samstagsplausch. // Another mug I love.
Anders als das Foto vermuten lässt, war ich heute gar nicht so morgenmufflig und wusle schon länger durch die Wohnung. Nachher kommt nämlich meine Mutter vorbei, um noch mehr Tee zu trinken, eine Lichterkette an die Wand zu hängen (ich brauche dafür ein zweites Paar Hände) und ganz lange zu quatschen. Ich freu mich drauf!

Auch gefreut habe ich mich diese Woche über Lorkyns Giveaway - sie verlost ein Schmuckkästchen, das sie mit dem Brandmalkolben verziert hat gefüllt mit einer Helpcard vom Deutschen Tierschutzbund. Weil ich ein Glückspilz bin, besitze ich schon ein von ihr gebranntes Schmuckkästchen und bin deswegen sehr dafür, dass ihr vorbei schaut und euch auch noch in den Lostopf werft. Selbst wenn ihr nicht auf Brandmalereien stehen solltet: auch Lorkyns wunderschöne Naturfotos lohnen einen Besuch bei ihr!


Eine weitere schöne Verlosung habe ich bei Frollein Pfau aufgetan: Bei ihr gibt es eine ordentliche Portion Craft Beer mit Glas und Jutebeutel. Eigentlich zum Valentinstag, aber ich kann nicht garantieren, dass ich das Bier teilen würde. Am Rest hätte zumindest meine Familie trotzdem Anteil: die Kronkorken gingen an meine Mutter, die Etiketten an meinen Opa. Die beiden haben gut kombinierbare Sammelleidenschaften.

Habt ein schönes Wochenende, ihr Lieben!

Hey there. Did you have a nice start into your week-end? I did and it will continue to be awesome as my mum will arrive in about an hour to spend the afternoon with me, lots of tea and mug cakes. What are your plans?

Freitag, 3. Februar 2017

[Was wir tragen, was wir sind] Stilprägung

Art und Stil geht im zweiten Teil der Stilphilosophie der frühen Prägung auf den Grund.

Vor zwei Wochen habe ich hier das erste Mal über die Bloggeraktion von Art und Stil berichtet - dabei sind mir bereits tolle Blogs begegnet, die ich bislang nicht auf dem Schirm hatte und habe viele Denkanstöße mitgenommen. Ich freue mich darauf, auch nach diesem zweiten Teil wieder stöbern zu gehen.

Auch dieses Mal hat Nico wieder vier Fragen vorbereitet, die kurz gefasst die Ursprünge des eigenen Stils nachzuvollziehen versuchen.
Welchen kulturellen Hintergrund hast du, und wie beeinflusst er deinen Kleidungsstil?
Aufgewachsen bin ich in der Nähe Stuttgarts in einer Kleinfamilie, in der das Geld eher knapp war. Nicht so, dass ich akuten Mangel im Alltag wahrgenommen hätte, aber schon so, dass wir in den Sommerferien nicht weggeflogen sind - und so, dass ich die ersten zwölf Jahre meines Lebens hauptsächlich Second Hand-Kleidung getragen habe. Dadurch habe ich mir zwangsweise ein recht dickes Fell zugelegt, was fremde Meinungen über meine Kleidung betrifft (ja, sie war selbstverständlich hoffnungslos untrendy!). Das kommt mir bis heute zugute, wenn ich wieder einmal skeptische Blicke auf mich ziehe.
Zum anderen habe ich mir (trotz einiger wirklich, wirklich scheußlicher Stücke) eine große Freude dafür bewahrt, in Second Hand-Läden nach den größten Schätzen zu suchen - mittlerweile am liebsten in Schweden, worüber ich hier geschrieben habe. Ich denke, den Grundstein für die Überzeugung, dass ein Kleidungsstück nicht nach einer Saison weggeworfen werden sollte und die Ressourcen, die dafür zum Einsatz kamen, zu wertvoll für die Tonne sind, stammen aus dieser Zeit.


Der andere prägende Hintergrund war (und ist) subkultureller Art: seit ich aktiv Musik höre, ist diese stetig düsterer und krachiger geworden, die besuchten Clubs, Konzerte und Festivals sind dementsprechend und das beeinflusst natürlich auch meinen Kleiderschrank. Beispielsweise erschien es mir nach verschiedenen Festivalbesuchen 2015 kaum mehr möglich, ohne eine eigene Kutte weiterzuexistieren und plane nun schon die zweite.

Hast du von deinen Eltern etwas über Kleider, Anziehen oder Stil gelernt? Woran erinnerst du dich konkret? Haben sie dir diese Dinge beigebracht oder hast du sie dir abgeschaut?



Meine Eltern haben mir vorgelebt und auch aktiv vermittelt, dass es nicht wichtig ist, dass man neue oder teure Kleidung trägt, aber dass sie sauber und dem Anlass angemessen sein muss. So finde ich bis heute Jeans mit Riss am Knie einfach nicht bürotauglich, obwohl es mir an sich sehr gut gefällt und in meiner Garderobe nicht grundverkehrt wäre.
Besonders meine Mutter hat mir vermittelt, dass es wichtiger ist, sich in einem Kleidungsstück wohlzufühlen, als sich mit der Frage zu beschäftigen, ob das den momentanen Trends gerecht wird. Wenn ich mir anschaue, wie viele Kleidungsstücke in meinem Schrank bereits  zehn Jahre auf dem Buckel haben, hat auch das wohl auf mich abgefärbt.
Dazu passend auch der dritte Aspekt: das Selbermachen. Das bezieht sich sowohl auf die komplette Neuschöpfung (meine Mutter strickt gerne), als auch auf die Verwertung von altem: Was kleinere Makel aufweist, wird repariert. Und was wirklich kaputt ist, wird ausgeschlachtet - Knöpfe und Reißverschlüsse kann man sicherlich anderswo wieder zum Einsatz bringen.

Zeig uns ein Foto von deiner Mutter aus der Zeit, bevor sie Kinder hatte, und beschreibe, was du siehst.


Ich habe leider keinen Zugriff auf Fotos meiner Mutter in ihren frühen Zwanzigern und weiß auch nicht, ob sie hier bildlich erscheinen wollen würde. Aber wenn ich mir Fotos aus der Zeit anschaue, sehe ich eine junge Frau, die durchaus Freude an Kleidung hatte und dabei ein ziemlich klares Farbspektrum mit viel blau, weiß und weinrot verfolgte.

Kannst Du etwas dazu sagen, inwiefern deine Figur und Dein Stil mit deiner Mutter zu tun haben, oder auch nicht?
Dass uns regelmäßig Leute sagen, wir seien uns so ähnlich, liegt eher daran, dass wir angeblich dasselbe Lachen haben und auch sonst in Mimik und Gestik große Übereinstimmungen an den Tag legen als an stilistischen Übereinstimmungen. Dafür ist unser Geschmack einfach zu unterschiedlich: Meine Mutter trägt gerne farbige Kleidung in eher zurückhaltend-natürliche Töne und liebt blau. Ich wiederum dulde blau nur als Haarfarbe an mir und bevorzuge ansonsten ein fröhliches Schwarz mit dem ich direkt aus dem Büro zu einem Death Metal-Konzert gehen kann, ohne dort über Gebühr aufzufallen. Die Unterschiede ziehen sich bei den bevorzugten Kleidungsschnitten, bei der Schuhwahl und diversen anderen Aspekten weiter so durch.

Obwohl wir uns so unterschiedlich kleiden, bin ich dennoch überzeugt, dass mein Stil mit meiner Mutter zu tun hat. Obwohl sie beispielsweise findet, dass ich in Herbstlaubfarben mit braunen Haaren viel gesünder und freundlicher aussehe, hat sie mir stets vermittelt, dass es für sie vollkommen in Ordnung ist, mit einem jugendlichen Metalhead in der Testphase durch die Stadt zu laufen oder selbigem bei der Auswahl okkulten Schmucks zu assistieren. Gerade in Findungsphasen tut so viel Unterstützung einfach gut.

Mit diesem Post habe ich unter Umständen mehr über mein Verhältnis zu meiner Mutter geschrieben als über Kleidung - ich bin gespannt, worauf die Fragen beim nächsten Mal abzielen werden. Wer so neugierig ist, wie ich, kann ja am Montag bei Nico Ausschau danach halten - und in der Zwischenzeit selbst die oberen vier Fragen beantworten.

In her second post about style, Nico asked about how our cultural and familial background influenced our style. In short: a lot. As my parents didn't have a lot of money, it was impossible to buy new clothes for four people all the time. So we wore a lot of hand-me-downs and learnt that it's possible to mend stuff instead of throwing it away. To the very day I love thrift shopping - and  you can tell from this blog that I'm still very much into DIY. The other part of massive influence was subcultural as I dearly loved various subgenres of metal music since I was a teenager - and felt like I could not live any longer without my own battlevest after visiting too many concerts and festivals in 2015.