Dienstag, 31. Januar 2017

Januar - ein gemütlicher Start

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, am Ende jeden Monats kurz innezuhalten und zurückzuschauen. Bei Mondkunst fand ich eine Vorlage, die für meine Zwecke super geeignet ist.

Für mich selbst gewerkelt im Januar:
Tatsächlich habe ich in diesem Jahr noch keinen einzigen Stich für mich selbst gemacht. Damit folge ich weiter dem Trend aus 2016. Da habe ich ja auch in erster Linie für andere gewerkelt. 

Für andere gewerkelt im Januar:   
Eine Niedlichkeit, die bereits bei ihrer neuen Besitzerin angekommen ist und dort offenbar für viel Freude gesorgt hat (juhu!), ist fertig geworden. 

An dieser Stickerei arbeite ich immer noch - und das dauert wohl auch noch eine Weile. //
This embroidery project is not finished yet - and it won't be for a while longer.
Angefangene Projekte:
Angefangen, aber noch nicht fertiggestellt ist diese Stickerei, die ihr schon mehrmals bei den Sieben Sachen zu sehen bekommen habt. Langfristig soll sie zum Mittelpunkt eines Patchworkkissens werden.
Vergangenen September hatte ich mich schon mal an dem Motiv versucht, bin damals aber an falscher Stoffwahl und zu geringen Farbkontrasten gescheitert.

Gescheiterte Projekte:
Im Januar ist noch kein Projekt frustriert in die Ecke geschleudert worden. Das darf gerne so weitergehen!



Mal sehen, ob ich aus diesen beiden Magazinen jemals etwas nähen werde. //
I like having sewing magazines. I just never sew anything from them.
Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Danke Selene sind mir am Wochenende zwei alte Burdas zugelaufen, die recht ansprechende Schnitte enthalten. Fun Fact: Keine zwei Stunden vorher hatte ich verkündet, dass ich meine Schnittmusterhefte ja aussortieren könne, weil ich ja ohnehin keine Kleidung nähen würde. Ich grinste etwas schuldbewusst, als ich die beiden Magazine in die Tasche steckte.

Stoff gekauft: 

... hab ich nicht. Und auch sonst ist kein neues Material bei mir eingezogen.
 

Stoff vernäht: 
In den beiden kleinen Projekten stecken 0,15 m² (bisher - das Patchworkkissen wird ja mittelfristig noch mehr verbrauchen).
 

Anderes Material verarbeitet: 
Hier war ich etwas erfolgreicher: ich habe nun zehn Wollknäuel weniger im Karton. Die Betonung liegt auf Knäuel, da die wenigsten davon unangebrochen waren. Denkt also bitte nicht, ich hätte mal eben 500 Gramm Wolle verarbeitet. Zu sehen gibt es hier allerdings nichts, ich habe nur fröhlich vor mich hin gehäkelt und Muster ausprobiert.

Diese Stickerei wartet noch auf ihre Vollendung. // This embroidery waits to be finished. Soon!
Pläne für den Februar:
Noch aus dem alten Jahr habe ich eine Stickerei mitgebracht, die ich in den nächsten Tagen gerne abschließen würde. Die zukünftige Besitzerin freut sich schon darauf - und wir werden uns in weniger als zwei Wochen endlich einmal wieder sehen!
Außerdem freue ich mich auf ein weiteres Nähkränzchen, das ich in einigen Wochen mit einer anderen Freundin geplant habe - dabei will ich mich dann endlich mal wieder an Kleidung wagen. Unter Aufsicht erscheint mir das aussichtsreicher.

Und ihr so? Wart ihr schon fleißig im nicht mehr ganz so neuen Jahr?

How was your crafty start into this year? Mine seems to be pretty slow, seen in numbers as I only cut 0,15 m² of fabric - and didn't even finish both of the projects I started in January. I also got rid of ten balls of (ugly acrylic) yarn by trying out some crochet stitches, but this did not create anything I could show to you. 
Nevertheless I am quite content - there are a lot of pretty awesone plans for the upcoming months I'm looking forward to. There might even be one to three dresses!

Sonntag, 29. Januar 2017

[7 Sachen] vom Nähkränzchen

Wie gestern angekündigt habe ich mich heute mit mit Selene und alphascorpii, zwei Nähkromantinnen (also Mitgliedern meines Nähforums), zum Werkelkränzchen getroffen. Trotzdem habe ich es geschafft, sieben Sachen zu fotografieren, die ich mit meinen Händen getan habe.

Vor dem Aufbruch noch in der aktuellen Ausgabe von LIBERTINE geblättert. // Reading a magazine.

Wochenübersichten in meinem Kalender vorbereitet. // Preparing weekly pages in my calendar.

Beim Nähkränzchen mit der ersten Katze Knöpfe sortiert. // Sorting buttons with the first cat.

Mit der zweiten Katze gehäkelt. // Crocheting with the second cat.

Mit derselben Katze gespielt und Pfötchen gehalten. // Holding paws.

Als ich wieder die Hände frei hatte am aktuellen Stickereiprojekt gearbeitet. // Doing some embroidery when the cats were gone.

Vor dem Aufbruch nach Hause den dritten Kater zur Glückseligkeit geflauscht. // Cuddling the third cat.
Gar nicht so einfach, Werkelprojekte, Katzen und Kamera gleichzeitig zu jonglieren! Weil mich das nun doch etwas müde gemacht hat, gucke ich erst morgen bei GrinseStern nach, was andere den Tag über getan haben.

I met two fellow Nähkromanten today, Selene and alphascorpii. This post lists seven things I did during our day together. I hope you all had an equally fine day!

Samstag, 28. Januar 2017

[Samstagstee] mit schwarzer Katze

Erst mal 'nen Tee, gehalten von meinem Lieblingsteefilter in der Lieblingstasse. //
But first: tea, brought to you by my favourite tea filter. Oh, how I love black kitties.
Diese Woche hat mich sehr angestrengt. Eine fürchterliche Meldung aus den USA jagte gefühlt die nächste. "Wenn Donald Trump so weitermacht, gibt es spätestens zu Ostern die ersten Hexenverbrennungen", las ich bei den Twitterperlen. Ich fürchte, dass wir es vorher noch mit inhaftierten JournalistInnen und BloggerInnen zu tun bekommen, nachdem ihnen jetzt schon der Mund verboten wurde (hier ein Bericht der New York Times).
Und auch auf dieser Seite des Atlantiks gibt es derzeit genug, über das man den Kopf schütteln kann. In der neuesten Folge des Lila Podcasts sprechen Susanne Klingner und Katrin Rönicke unter anderem über das Grundsatzprogramm der AfD. Gleichzeitig will Björn Höcke in Buchenwald an der Ehrung der Opfer des Nationalsozialismus teilnehmen - und wird zum Glück daran gehindert (beispielhaft hier ein Bericht bei Spiegel Online, hier bei Zeit Online).

Als Kontrastprogramm werde ich mich morgen mit Selene und alphascorpii zu einem Nähkränzchen zusammensetzen und Katzen kuscheln. Nötig ist das definitiv!

Wie war eure Woche? Erzählt mal - oder verlinkt euch bei Andreas Samstagsplausch

How was your week? Mine was pretty exhausting with all the bad news about Trump's look on torture (I found an article about it on factcheck.org) or his strategist's look on the media (another article by the New York Times).
To counter all the "I don't want to live on this planet anymore"-feelings, I'll meet two fellow crafters tomorrow to have an awesome days amidst of fabric, fiber and fluffy cats.

Mittwoch, 25. Januar 2017

[Rezension] Never Knew Another

Dieses tolle Buch ist verlinkt bei Mittwochs Mag Ich
Worum gehts?
Eine Mensch-zu-Wolf-Gestaltwandlerin und ihr Mann erfahren von ihrem Dämonenkind, das kürzlich getötet wurde. Die Kinder der Dämonen stellen in der geschilderten Welt eine Gefahr dar: Kontakt mit ihnen macht Menschen todkrank, verseuchen ganze Häuser unwiderruflich. In den Erinnerungen des Dämonenkindes begibt sich die Gestaltwandlerin auf Spurensuche - sie versucht, herauszufinden, ob der Getötete Kontakt zu weiteren Dämonenkindern hatte, die es dann ebenfalls zu töten gelte, um die Welt von ihnen zu reinigen.
Auf diese Weise rekonstruiert sie das Leben des Dämonenkindes - als Außenseiter, in stetiger Angst, entdeckt zu werden, ohne die Möglichkeit zu unbeschwerter Interaktion mit Menschen, die bereits durch einen Kuss oder einen geteilten Becher Bier erkranken. Tatsächlich stößt sie auf weitere, die so sind wie er. Und erlebt, wie er zum ersten Mal mit seinesgleichen interagieren kann, ohne Angst, ohne erzwungene Zurückhaltung, ohne sein Selbst verstecken zu müssen.

Wie war's?

In einem Wort: Ungewöhnlich. Und ich meine das zutiefst positiv. Da ist zunächst die Wortwahl und die Art, Sätze zu bilden, die etwas Fremdartiges an sich haben. Ich führe das aber darauf zurück, dass die Erzählerin als Gestaltwandlerin, die viel Zeit in ihrer Wolfsform verbringt, und dadurch nicht menschlich ist. Das kommt zum Ausdruck, wenn sie mit ihrem Gefährten auf telepathischem Wege kommuniziert oder auch wenn sie völliges Unverständnis für die Lebensweise der Stadtmenschen zum Ausdruck bringt. Zugleich ist es ihr auch möglich, tief in die Erinnerungen und Empfindungen anderer einzutauchen und so Ereignisse zu rekonstruieren. Daraus ergibt sich auch eine sehr verschachtelte Erzählungsweise, die sich überhaupt nicht um die Chronologie der Ereignisse kümmert. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man das Endergebnis eines Handlungsstranges kennt, bevor man so richtig begriffen hat, worum es darin überhaupt geht. Als würden die Erinnerungsfetzen in ganz assoziativer, unkontrollierter Reihenfolge über sie kommen.

Besonders intensiv habe ich diese "Andersartigkeit" empfunden, wenn die Verbindung mit ihrem Partner dargestellt wurde - die telepathische Kommunikation, die Nähe, die dabei zum Ausdruck kommt und die den Leser dabei gleichzeitig auf Distanz hält, so dass man die Nähe zwar wahrnehmen, aber nicht daran teilhaben kann.

Die Stimmung hat mich sofort in den Bann gezogen. Sie ist durchgehend sehr melancholisch und schwermütig, voller Einsamkeit und Verlust. Das liegt zum einen daran, dass die Dämonenkinder in dieser ihnen feindlich gesinnten Welt aufwachsen und zum anderen daran, dass die Erzählerin, durch deren Augen wir blicken, so abgestoßen ist von den dreckigen und hoffnungslosen Lebensumstände der Menschen. Es ist kein Buch, in das man sich einkuscheln kann, das einem eine Zuflucht vor der Welt böte. Stattdessen schubst es einen grob in das Dilemma, die Nöte der Dämonenkinder miterleben zu können und sich trotz des Mitgefühls nicht des Gefühls erwehren zu können, dass der geschilderten Welt durch ihre möglichst baldige Ermordung ein großer Dienst erwiesen würde.

Dadurch entwickelt sich - zumindest für mich - ein großer emotionaler Sog. Die zwei weiteren Bände werde ich definitiv bald lesen - nicht zuletzt, weil die Geschichte am Ende von "Never Knew Another" noch alles andere als abgeschlossen ist.

Wem bei aller Zuneigung für melancholische Bücher hier der Hoffnungsschimmer fehlt, dem möchte ich noch einmal "Noch so eine Tatsache über die Welt" ans Herz legen, zu dem ich hier eine Rezension geschrieben habe.

As I am a huge fan of fantasy literature, I always look for books that don't follow the old "And then we went on a long journey and in the end, there was a great battle" plot. "Never Knew Another" by J. M. McDermott is very different. It starts with the way it uses words and sentences that feels... strange. Not human - as the main character is a walker who changes from woman to wolf. She and her husband hunt for demon children. These children of demons and humans pollute the earth and make people sick - with their sweat, their blood, all their bodily fluids. They find the corpse of a recently killed demon child and the main character searches his dead mind for memories. She reconstructs his life to find out if he had contact to others like him to be able to hunt and kill them, too. As the memories don't come in chronological order, the reader gets to know some story line's endling before they truly catch their beginning. This is the second reason why the book feels strange at times.

As she searches his mind, she comes across another demon child he met and fell in love with. For the first time, he can hold and kiss someone without being afraid to hurt them. Someone around whom he can be the real him.

The atmosphere is pretty dark. The memories of the demon child are full of loss, loneliness and fear - of rejection, of being killed. At the same time, the reader gets to know the walkers incomrehension and disgust for the way people live in the city. Although one gets to know the demon children and their personal struggles, one feels like it might really be better if they were killed soon - which is not a nice way to feel about anyone.

Fot these reasons, it's not at all a book to snuggle up with if one needs a comforting break from the world we live in. But it had great emotional impact on me and I will definitely read the following two books, as the story is not completed in the first volume.

Sonntag, 22. Januar 2017

[7 Sachen] mit viel Papier

Auch an diesem Sonntag zeige ich euch wieder sieben Sachen, die ich mit meinen Händen am Wochenende getan habe, unabhängig davon, ob ich dafür zehn Sekunden oder zehn Stunden verbracht habe.

Meine Fenster mit künstlichen Eiskristallen besprüht. So sehe ich nicht ständig, dass ich sie eigentlich putzen sollte
und die Nachbarn können mir auch nicht bei allem zugucken. // Spraying artificial ice crystals at my windows.

Wiener Postkarten für Postcrossing geschrieben und verschickt. // Sending out postcasts via postcrossing.com

Eine lila Katze auf ein Päckchen gezeichnet und für morgen in die Tasche gestopft. // Drawing a little cat on a parcel.

Cornelia Funkes "Die Feder eines Greifen" fertig gelesen und mich an den Illustrationen der Autorin erfreut. // Reading.

Noch mehr gelesen: Dieses Mal korrigierenderweise für den Lieblingsmenschen. // Proofreading for the favourite human.

Beim Spülen eine Teekanne zerdeppert und mich darüber geärgert. Hmpfs. // Breaking one of my tea cans.

Zur Steigerung der Stimmung ein bisschen mit rosa Faden durch Papier gestickt. // Stitching to improve my mood.
Keine Angst, ich sitze nun nicht auf dem Trockenen, in meinem Leben und meiner Küche gibt es noch mehr Teekannen und Teekannenartige. Eine davon werde ich nun füllen und mir dann bei Anita von GrinseStern anschauen, wie ihr euer Wochenende so verbracht habt.

Kommt gut in die neue Woche!

As usual, I took seven pictures to show you what I did this weekend. No, I'll fill another teapot to see how others spent the last days. A nice Sunday evening to you!

Samstag, 21. Januar 2017

[Samstagstee] voller Blogliebe

Zweifelhafter Humor, Früchtetee und Omas handgehäkelter Teppich: So sieht mein Vormittag aus. //
This is what my morning looks like: Pretty bad humour, fruity tea and a carpet my Grandma made herself.
Ihr Lieben, ganz Recht hat mein leuchtend grünes Tablett eigentlich nicht - den Salat hatte ich nämlich nur in den vergangenen Tagen. Da lag nämlich ich mit Magen-Darm-Grippe flach. Immerhin konnte ich die Zeit wenigstens nutzen, um ganz ausgiebig in Blogs zu schmökern.

Besonders verliebt habe ich mich dabei in meine Neuentdeckung "Michou à la mode" (die vermutlich sonst alle kennen...). Auf diesem Blog gibt es unter anderem eine wunderbare Reihe über Kleiderschränke und was darin sein sollte. Immer, wenn ich bisher irgendwo über minimalistische Kleiderschränke und Co las, dachte ich mir „Aber das hat mit mir so gar nichts zu tun. Die Must-haves, die da beschrieben werden, will ich wirklich echt nicht tragen!“ An Michous Ansatz gefällt mir, dass sie nicht die Frage „Braucht jeder Kleiderschrank ein gestreiftes T-Shirt?“ in den Mittelpunkt stellt, sondern die Frage „Brauchst DU ein gestreiftes T-Shirt?“ (Hell, no!) Wer wie ich Gefallen an ihrer Art findet, kann Michou hier auch in Muriels Podcast "Nahtzugabe 5cm" hören. Witzig, pointiert, klug, wertschätzend - so schreibt und spricht sie. Über Mode, über Körper, über Frauen.

Schon länger und mit der gleichen Begeisterung lese ich bei Le monde the Kitchi von Astrid mit. Besonders gern mag ich ihre Reihe Great women, in der sie Frauen vorstellt. Darin porträtiert sie sowohl Frauen, deren Namen jedem geläufig sein dürften, als auch Frauen, deren Namen aus dem kollektiven Bewusstsein verschwunden sind. Ob Künstlerinnen, Politikerinnen oder Wissenschaftlerinnen: Agnes sagt von sich selbst, sie sei "jedes Mal aufs Neue hingerissen bei jeder neuen Frau, über die ich etwas erfahre, lese und schreibe [...]" Ich sage: das merkt man.

Und was habe ich nun mit dem Wochenende vor? Noch mehr lesen, ehrlich gesagt - unter anderem bei Andrea, bei deren samstäglicher Linkparty ich schon seit Monaten dabei sein wollte.

Habt alle ein schönes Wochenende!

Hey there! How was your week? Unfortunately, I was sick and spent some days in bed - at least I spent them reading blogs and the first half of a novel. As they are German blogs and a German novel, it's no use to chatter about them in length... But tell me: What were you reading this week?

Have a great weekend!

Freitag, 20. Januar 2017

[Was wir tragen, was wir sind] Stilphilosophie

Bei Art & Stil bin ich auf eine Blogserie gestoßen, die im Januar startet und sich mit Fragen rund um den (Kleidungs-)Stil befasst. Da bin ich dabei - nicht zuletzt, weil ich mir immer wieder vornehme, meine Kleidung selbst zu nähen und parallel dazu immer bewusster und zielgerichteter einkaufen möchte (und das nach wie vor bevorzugt Second Hand).

Verlinkt bei Art und Stil

Anhand mehrerer Fragen soll eigenen Stilvorlieben auf die Schliche gekommen werden, heute präsentiere ich euch die ersten vier und meine Antworten darauf. 

Welche Unterhaltung über Mode oder Stil hat Dich verändert?
Ich wage zu bezweifeln, dass es eine konkrete Unterhaltung war. Eher die gesamte Kommunikation und der Kontakt mit einer sehr lieben Freundin, die sich damals schon wesentlich stärker mit dem Thema befasste und viel Freude daran hat, sich mittels Kleidung und Make-up zu inszenieren. Damals war ich noch weit davon entfernt, mich überhaupt weiter mit dem Thema zu beschäftigen und Energie hinein zu investieren. Kleidung trägt man, damit man nicht nackt rumlaufen muss, fand ich - und möglichst welche, die man nicht ganz scheiße findet. V. hat mir gezeigt, wie viel Spaß es machen kann, sich ausführlicher mit so etwas "Oberflächlichem" zu beschäftigen.

Mit wem redest Du über Kleider?
Hauptsächlich spreche ich im Nähkontext über Kleidung. Und das, obwohl ich (leider) immer noch keine nähe. Da geht es dann viel darum, wie man gekaufte oder selbstgenähte Kleidung besser auf seinen eigenen Körper anpassen kann - und ja, auch darüber, anhand welcher Kriterien man auswählt, ob ein bestimmtes Kleidungsstück in den Schrank einziehen darf.

Glaubst du, du hast Geschmack oder Stil? Was ist dir wichtiger? Was verstehst Du darunter?
Die letzte dieser Fragen finde ich ganz entscheidend, weil die ersten beiden davon massiv beeinflusst werden. "Geschmack" definiere ich als "das, was einem gefällt". Im Gegensatz dazu ist "Stil" "die harmonische Zuspitzung des Geschmacks", also eine beschränkte Auswahl aus dem, was man gefällt.
Nach meiner Definition hätte damit jeder Geschmack, weil jedem irgendwelche Dinge gefallen. Das muss nicht notwendigerweise konsistent sein. Ich finde beispielsweise bonbonbunte Hippieklamotten mit verspielten Details an den richtigen Leuten genauso grandios, wie tiefschwarze, zerfetzte Gothic-Outfits an anderen.
Stil hat gemäß meiner Definition nicht automatisch jeder - und muss es vielleicht nicht einmal haben. Die Verengung und Zuspitzung auf einen roten Faden, der sich überall durchzieht, macht es zweifellos einfacher, morgens kombinierbare Kleidungsstücke aus dem Kleiderschrank zu angeln, reduziert den Anteil der "Hm, ist schon schön, aber irgendwie... hm"-Klamotten und erleichtert es, nach außen hin ein konsistenteres Bild abzugeben. Ich habe aber beispielsweise eine Kollegin, die montags wie Wednesday Adams herumlaufen möchte, dienstags wie Skater-Girl und mittwochs wie ein knallbunter Paradiesvogel_Hippie. Verdammt gut sieht sie an jedem Tag aus.

Wenn Du Dich nur mit Klamotten beschäftigen würdest, und man dich als Expertin nach deiner Stil-Philosophie fragen würde, was würdest du sagen?
Trage, was dir Spaß macht, worin du dich wohl fühlst, was zu dir und deinem Leben passt und lass dir da von niemandem reinreden.* Man sieht Menschen an, ob sie sich in ihrer Kleidung wohlfühlen - und das ist - zumindest für mich - das Entscheidende. Tja, so wortkarg kann eine Philosophie sein.


Erzählt mal, wie sieht's bei euch aus? Bei Art & Stil kann man sich noch bis zum Ende der Woche verlinken, aber ihr könnt natürlich auch einfach in den Kommentaren ein bisschen plaudern.

Dear international readers, as this is already a wall of text without a lot of pictures, I won't translate it. In this post, I talked about style and taste in clothing - if you do want to know what I think about it, please let me know in the comments and I might add a slightly shorter translation. 

*In deiner Freizeit. Dass Arbeitskleidung da unter Umständen Kompromisse erfolderlich machen, ist aber klar, nech? In manchen Berufen gibt's Uniformen und zerfetzte Strumpfhosen dürften auch in den meisten Büros ohne Kleiderordnung für Irritationen sorgen.  

Mittwoch, 18. Januar 2017

Biertest: Malz!

Nachdem ich mich 2015 schon einmal durch österreichische Biere und Radler getestet habe, habe ich mich am vergangegen Wochenende durch die Malzbiere des örtlichen Bio-Ladens gekostet:

Die viel Kontrahenten haben viel Spaß gemacht. Verlinkt bei Mittwochs Mag Ich.
Müller's Malz
"Oh, das duftet... getreidig!", stellte der Lieblingsmensch fest. Wo er Recht hat, hat er Recht: Der Weizenanteil dieses Malzbiers kann sich nicht verstecken. Will und muss er auch gar nicht - ich find ihn sehr großartig. Ein bisschen herb, ziemlich erfrischend, für ein Malzbier recht unsüß und für Weizenfans eine große Empfehlung. Mich begeistert außerdem die Gestaltung des Etiketts - da sind nämlich alte Fotos von Brauereimeistern drauf. Da weiß man gleich, mit wessen Vermächtnis man es zu tun hat.

Neumarkter Lammsbräu Aktivmalz
Ein gutes, leckeres Malzbier in Bio-Qualität, mit dem man definitiv nichts falsch macht. Aber ganz ehrlich? Im Vergleich mit den anderen dreien war es tatsächlich ein bisschen langweilig. Wer also gerne Karamalz und Konsorten trinkt und auf der Suche nach einer Bio-Entsprechung ist, die aber nicht zu experimentell ist: Zugreifen!

Pinkus HonigMalz
Ich sag's gleich: Das ist war mein Favorit! Mir persönlich gefallen die Sonnenblumen auf dem Etikett total gut (der Lieblingsmensch wies darauf hin, dass die drei unterschiedlichen Fonts mit Schatten gestalterisch schon aber ein ziemliches NoGo seien). Noch besser als das Etiketten-Design ist aber der Geschmack. Die Süße kommt, wie der Name schon andeutet, nämlich allein vom Honig. Und der ist deutlich schmeckbar! Insgesamt enthält das Bier trotzdem deutlich weniger Zucker als zum Beispiel Karamalz. Voll gut!

Riedenburgers Dinkelmalz
Hier haben wir es mit der hübschesten Flasche im Test zu tun. Und der interessantesten Getreidewahl, schließlich ist Dinkel enthalten. Das Bier wurde dadurch noch ein bisschen dunkler - und es waren Schwebeteilchen drin, Hülsen von Körnern. Quasi Bier mit Fruchtfleisch. Lecker, aber bei der Konkurrenz nur der dritte Platz.

Was ist euer Lieblings-Malzbier? Oder trinkt ihr gar keines?

Dear international readers, as these malt beers are only available in Germany (at least: I guess they are), there is no translation for this post. I hope you don't mind. But I can tell you that there are pretty awesome malt beers here - sweetened with honey, using spelt or wheat. Nomomnomtastic!

Sonntag, 15. Januar 2017

[7 Sachen] mit Leckereien

Dieses Wochenende habe ich es mir richtig gut gehen lassen - leckeres Essen, entspanntes Gewerkel und alles in guter Gesellschaft. Dabei herausgekommen sind unter anderem sieben Fotos von Sachen, die ich mit meinen Händen gemacht habe. Seht selbst:

Einen verstört blickenden Tassenkuchen gelöffelt. Sorry, Kleiner! // Eating a mug pie. It didn't seem to like it.
Weil wir mit dem ersten Tassenkuchen von oben nicht ganz zufrieden waren, haben wir direkt eine zweite Runde drangehängt. Verwendet haben wir dafür dieses Rezept für 2 Tassenkuchen:

6 EL geriebene Haselnüsse
3 EL Zucker
1 EL Kakaopulver
1 TL Vanillezucker
3 EL Milch
3 EL Öl
1 Ei
1 Msp. Backpulver

Die Zutaten werden zu einem glatten Teig verrührt, in zwei Tassen (Fassungsvermögen: 250 ml) gefüllt und dann 4 Minuten bei 600 Watt in die Mikrowelle gestellt. Ich kann mir vorstellen, dass sie mit einer Portion Orangenschale oder einem Schuss Amaretto (direkt nach dem Backen drüberschütten!) auch sehr lecker sein dürften.
Verschiedene Malzbiere durchprobiert. Das Ergebnis unserer Studien verrate ich euch nächste Woche. //
Opening a couple of malt beers. Next week, I'll show you which was our favourite.

Einen missmutigen Mops mit Hörnchen gezeichnet. // Drawing a disgruntled pug with horns.

Ofengemüse mit Süßkartoffeln und Rosenkohl gekocht. Das Rezept gibt's bei Patricia. // Yam & Brussels sprout. Tasty!


Mit Schrägband einen zerfledderten Tascheneingriff repariert. // Using bias binding to repair a tattered jacket.

Haushaltskram gemacht. Hier: Waschmaschine voller schwarzer Klamotten eingeschaltet. // Doing household stuff.

Schrift gestickt, inspiriert von Brinn Jones (Instagram / Etsy). //
Stitched some words, inspired by Brinn Jones (Instagram / Etsy).
Ein bisschen Haushalt wartet leider noch auf mich, aber danach werde ich mir bei GrinseStern angucken, was ihr anderen so am Wochenende gemacht habt.

Kommt gut in die neue Woche!

I spent the weekend doing all things nice: tasty food, happy crafting and good company. What did you do?

Mittwoch, 11. Januar 2017

[Rezension] Noch so eine Tatsache über die Welt

Ein kleines Mädchen, dessen Mutter sie ganz unerwartet verlassen hat. Ein Witwer, der aus dem Altersheim abgehauen ist und sich jetzt im Kaufhaus versteckt und sich mit einer Schaufensterpuppe angefreundet hat. Eine alte Frau, die sich in ihrem Haus verschanzt hat und ihre Verbitterung durch's Fenster hinausschreit.
Das sind die drei Hautfiguren in Brooke Davis' Erstlingsroman "Noch so eine Tatsache über die Welt" (im Original: "Lost & Found").

Verlinkt bei Mittwochs Mag Ich - ich freu mich immer sehr über Neuentdeckungen!

Zugelaufen ist mir der Roman auf dem Bücherflohmarkt in der Nähe der Berliner Museumsinsel an einem verregneten Dezembersonntag. Ich kruschtelte in diversen Kisten herum, hielt immer wieder besonders hübsche Exemplare hoch (mit Kaltfolienveredelung kann man mich immer begeistern!) und hielt sie dem Lieblingsmenschen unter die leicht gerümpfte Nase (er schätzt an Büchern andere Eigenschaften als ich). Hängen geblieben bin ich dann hier, an einem Buch ohne Kaltfolienveredelung, aber mit dennoch bezaubernder Covergestaltung in nachthimmelblau mit funkelnden Sternen und der Handschrift-Font. Kennt ihr diesen Moment, in dem man über den Rücken von einem von Hunderten Büchern streichelt und beschließt, dass dieses eine Buch das richtige ist, zumindest für diesen Moment?

Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht. Die Geschichte, wie diese drei ganz unterschiedlichen Menschen losziehen, um die verschwundene Mutter des Mädchens zu finden, war tatsächlich die richtige. Sie ist randvoll mit skurrilen Situationen, wehmütigen Erinnerungen und absurdem Witz. Millie, Karl und Agatha haben mich zum Lachen gebracht - und auch zum Weinen. Mehr als einmal auch zu beidem gleichzeitig.

Es ist eine Geschichte über Trennung und Tod, Verlust und Trauer - aber vor allem über die Frage "Was stellen wir mit der Zeit an, die wir haben?" An meiner Lieblingsstelle denkt Millie darüber nach, warum Geburts- und Sterbedaten auf Grabsteinen eigentlich so betont werden und das Leben dazwischen, auf das es doch eigentlich ankommen sollte, auf einen kleinen, unauffälligen Strich reduziert ist.

Wer - wie ich - den Film "Harold & Maude" schätzt, dürfte Gefallen an diesem Roman finden.

I recently spent half a day in my bed, curled around this novel "Lost & Found" by Brooke Davis. As I only read the German translation, I cannot truly rate the language of the original. But I can tell you that the story about seven years old Millie looking for her mum who left her in a shopping mall made me laugh and cry in equal measure. Accompanied by an widower who ran away from his retirement home and an old lady who yells her at the world in despair and hatred, Millie tours through Australia - thinking about death and life and how to go on when someone important walked out of it one way or the other. It's full of absurd comedy and melancholic memories. I guess, it might me a good book for you, if you also like my favourite movie "Harold & Maude".

Sonntag, 8. Januar 2017

[7 Sachen] im Warmen

Auch an diesem eisigen Sonntag zeige ich euch wieder sieben Sachen, die ich mit meinen Händen gemacht habe ohne die kuschelige Wärme meiner Wohnung verlassen zu haben. Mehr sieben Sachen gibt es bei GrinseStern.

Nach dem Aufwachen erst mal Kerzen angezündet und den Staub auf dem Boden ignoriert. //
Lighting candles, ignoring dust.

Diese ganz zauberhafte Teetasse auf dem Ofen abgestellt. Ist ein super Stövchen.//
Drinking tea out of this ugly cup.

Am Geschenk für eine Freundin weitergestickt. // Stitching.

Diese Episode über Fasernerds und Crafting von Kulturkapital gestartet. // Playing a podcast episode about DIY.

In alten Uninotizen zu Fan Studies geblättert. Darüber würde ich gerne wieder mehr lesen. //
Reading old university notes.

In "Northern Lights" weitergelesen und dabei eingenickert. Das ist nicht die Schuld des Buchs.^^ //
Reading in bed.

Schokolade mit Ingwerstückchen knuspern. Nom nom nom! // Omnomnoming chocolate with ginger.
Jetzt höre ich noch ein Weilchen Garfunkel and Oates und gucke, was andere mit ihrem Wochenende angestellt haben.

Kommt gut in die neue Woche!

As (almost) every week, I'm showing you seven things I did with my hands today. Winter finally came to Stuttgart, so I decided not to leave the house but stay in bed all weekend long to read and stitch. Wonderful! What did you do?

Donnerstag, 5. Januar 2017

Zehn Winterfakten

Astrid mag den Winter - und ruft dazu auf, eine Lanze für die eisige Jahreszeit zu brechen. Nachdem ich vor zwei Jahren freiwillig für ein Wintersemester nach Finnland gegangen bin, fühle ich mich bei ihrer Linkparty gut aufgehoben!

Winter am Meer: Ruissalo im November //Winter at the seaside: Ruissalo in November
  • Bei Eiseskälte bin ich wesentlich einsatzfähiger als in Sommerhitze. Stundenlang wandern im Dezember? Super Idee! Bei über 25 Grad möchte ich hingegen einfach nur schlafen.
  • Trotzdem vermisse ich derzeit die Sauna, die in der Miete meines finnischen Studentenwohnheims inbegriffen war und mehrmals pro Monat reserviert werden konnte. Ein Traum! 
  • 4 Grad kaltes Wasser fühlt sich viel kälter an als -15 Grad kalte Luft. Habe ich in einem finnischen See festgestellt. Brr!
  • In Finnland habe ich auch meinen ersten lebensgroßen Schneemenschen gebaut. Mit Mitte 20!
    Drei Erwachsene und eine große Menge Schnee... // This is what you get if you give a lot of snow to three grown-ups.
    • Meine Herbst-/Wintergarderobe ist viel umfangreicher als meine Sommergarderobe. Ich liebe es, mich in diverse Kleidungsschichten einzumummeln und alles mit flauschigen Accessoires zu verzieren.
    • Winterwetter ist für mich noch lange kein Grund, auf Miniröcke zu verzichten. Solange es Thermostrumpfhosen (Plural!) und Leggins gibt, sind die mindestens genauso kuschlig warm wie Jeans.
    • Seit ich kurze Haare habe, trage ich im Winter Mütze. Ein halber Meter Haare wärmt den Schädel nämlich wesentlich besser als vier Milimeter. (Bestürzenderweise besitze ich dennoch nur eine einzelne Mütze!)

    Bunte Farben leuchten im Schnee viel schöner. // Snow makes colours pop.
    • Ich liebe Schnee! Das Geräusch, wenn frische Flocken unter den Stiefeln knirschen - zauberhaft! Wie das Licht sich darin spiegelt und alles drum herum in vanillefarbenen Schimmer hüllt - traumschön! In der Innenstadt könnte ich trotzdem gut auf das matschige Äquivalent verzichten. 
    • Der Winter ist die perfekte Jahreszeit, um sich zu Hause zu verschanzen und kreative Projekte in Hülle und Fülle umzusetzen - oder sich ganz gemütlich mit einem Buch und heißer Schokolade ins Bett zu kuscheln.
    • Mein liebstes Winterbuch - mit ganz besonderen Schneeflocken! - ist Terry Pratchetts Scheibenwelt-Roman "Wintersmith" (oder: "Der Winterschmied") über die junge Hexe Tiffany Aching, die sich versehentlich in den Wechsel der Jahreszeiten einmischt.
      So sah mein Heimweg im Schnee aus. // This is what it looks like to walk home in the afternoon in Turku, Finland.
        Aber wisst ihr, was mir am Winter am meisten gefällt? Wie sehr ich mich an seinem Ende über jeden Sonnenstrahl und jeden saftig-grünen Grashalm freue. Ohne die Kälte und Dunkelheit in den Monaten davor, wäre deren Wirkung dahin...

        Sonntag, 1. Januar 2017

        [7 Sachen] mit Jahreswechsel

        Na, seid ihr alle gut im neuen Jahr angekommen? Ich habe ein sehr gemütliches Silvester mit dem Lieblingsmenschen in der großen Stadt verbracht. Und dabei sieben Fotos gemacht von Sachen, die ich am Wochenende mit meinen Händen gemacht habe - unabhängig davon, wie lange sie gedauert haben.

        Zum Frühstück den einen oder anderen Pfannkuchen in Ahornsiup ertränkt. //
        Drowning pancakes in maple syrup.

        Meine Fingernägel passend zum Beinkleid lackiert. Sogar mit mattem Überlack! // Applying nail polish.

        Mit dem Lieblingsmenschen um Mitternacht angestoßen. // Clinking glasses with the favourite human.

        Den Boarding Pass für den Rückflug ausgedruckt. // Printing the boarding pass for my flight back home.

        In Walter Moers' wundervollem "Wilde Reise durch die Nacht" geblättert. Die Handlung basiert auf
        Stichen von Gustave Doré. Sehr lesenswert! // Reading a beautifully illustrated book.

        Zu Hause angekommen das erste Kalenderblatt des Jahres aufgeblättert. Ich mag Snoopy! //
        Opening this year's calendar.

        Das selbstgemachte Weihnachtsgeschenk meiner Mutter aufgehängt: Ein Wirrwar. //
        Putting up my mother's Christmas gift.
        Ihr seht: Mein Jahreswechsel war einigermaßen geruhsam - und ein wenig wehmütig mit dem unvermeidlichen Abschied am Flughafen. Umso schöner, wenn man zu Hause so ein tolles Geschenk anbringen kann. Die Idee des Wirrwars entstammt den Scheibenwelt-Romanen von Terry Pratchett. Es wird von Hexen unter anderem dafür verwendet, um auf magische Weise den Moment einzufangen und herauszufinden, was sich ereignet oder ereignen kann. Gleichzeitig dienen sie auch als eine Art Amulett gegen negative Magie. Hergestellt werden die Wirrware aus  allem, was die Hexe gerade zur Hand hat. Entscheidend ist in den Romanen, dass auch etwas Lebendiges in das Wirrwar eingewoben wird. Oft handelt es sich um ein rohes Ei oder einen lebenden Käfer.

        Meine Mutter und ich teilen eine Begeisterung für die Scheibenwelt-Romane - besonders gut gefallen uns übereinstimmend die Hexen-Romane. Seit der Lektüre der Tiffany-Aching-Romane muss ich schon damit rechnen, von meiner Mutter mit "meine große kleine Hexe" genannt zu werden. Und so war es wohl nur ein kurzer Schritt bis zum Wirrwar - statt eines verderblichen Lebensmittels oder bedauerndwerten Lebewesens entschied sie sich netterweise für eine selbstgezogene Pepperoni.

        Anstatt mein tolles Wirrwar den ganzen restlichen Abend anzuhimmeln, werde ich jetzt noch bei GrinseStern vorbeischauen, wo die sieben Sachen auch in dieser Woche wieder gesammelt werden.

        Kommt gut in die neue Woche, ihr Lieben!

        I had a very quiet but nevertheless New Year's Eve and New Year's Day, spent with my favourite human. After saying goodbye once more at the airport, I had the pleasure to hang up my mum's Christmas present. She made me a shamble which is a handmade device used by Terry Pratchett's witches to detect or amplify magic. We share a love for his Discworld novels, especially those about witches so it was like the perfect gift to me. 

        I hope you had a good start into 2017!