Sonntag, 27. Dezember 2015

We Are The Media

Kaum hatte ich euch von meiner Patch-Sammlung erzählt, habe ich dank eines Tipps von Ravna die perfekte Kutten-Basis für mich gefunden. Weil es mich nun wirklich in den Fingern juckt, mit dem Projekt voranzukommen, muss nun auch endlich der Backpatch her. Statt beim Stenciln von zu kleinen Haardetails den Verstand zu verlieren, habe ich mich für dieses Tutorial zum Lavendeldruck entschieden und anstelle von Lavendelöl Teebaumöl verwendet, weil das a) günstiger und b) vorhanden war.

Meine Motividee stammt von amandapalmer.tumblr.com; ich habe sie über Pinterest gefunden. Amandas Gesicht entspricht dem Cover ihrer CD "Theatre is Evil" und das Zitat stammt aus "Map of Tasmania", das von Schambehaarung handelt. Ich habe es weniger deswegen als aufgrund meines Studienfachs gewählt - und weil ich die moderne Göttin Media in "American Gods" von Neil Gaiman so mochte. 
I ironed the fabric and stuck the mirror-inverted print face down to it.
I added the oil...
... and scratched the backside with the end of the brush. As you can see, one has to scratch really hard!
Nevertheless, the result is pretty pale and I'll have to do something about it.
Im ersten Moment war ich enttäuscht. Auf dem feuchten Stoff war die Farbe kaum sichtbar, mein Arm war sehr müde und vom Geruch des Teebaumöls bekam ich Kopfschmerzen. An dieser Stelle ein Hinweis: Falls ihr das im Freien machen könnt, macht es im Freien. Wählt ansonsten wenigstens einen Raum, in dem ihr nicht anschließend schlafen möchtet und öffnet die Fenster!

Getrocknet und gebügelt sah das alles aber schon viel besser aus - immer noch zu blass für einen Backpatch (vermutlich auch, weil der Stoff einfach recht dunkel ist), aber definitiv sichtbar genug, um damit weiterzuarbeiten. Ich werde das Motiv nachsticken. Das mag mal wieder ein verrücktes Projekt sein, aber ich freue mich darauf. Abgesehen davon mag ich gestickte Patches sowieso deutlich lieber als gedruckte.

Just after I posted my collection of patches, I found the perfect jacket to become my Kutte. Now the backpatch became an urgent project. As I said before, I have to make it myself. 
I took the first step towards it in a moment of spontaneous motivation using a tutorial about transfering a printed picture with lavender oil - although I used tea-tree oil as this is less expensive and I found a bottle of it at home.
I used a Amanda Palmer stencil similar to one I found on http://amandapalmer.tumblr.com/ featuring her face on the cover of "Theatre is Evil" and lyrics of "Map of Tasmania", a song about pubic hair that I chose maily for the fact that I study stuff connected to media and really liked Media in "American Gods" by Amanda's huband Neil Gaiman..
As you can see in the pictures above, the result became quite pale. But it's visible enough to use it as a template for embroidery. It may sound like a crazy project, but I'm looking forward to stitch Amanda. And stitched patches are better than printed ones anyway!

Dienstag, 22. Dezember 2015

Music With Metal In*


Wie Octo Stag hat auch in mir der Kutten-Thread im Forum gekoppelt mit diversen Festival- und Konzert-Besuchen eine große Portion Bedürfnis ausgelöst. Mit viel Begeisterung wühle ich mich seitdem durch jeden Merchandise-Stand, der sich mir in den Weg stellt und habe im Keller meiner Eltern auch einige Patches aus meiner Jugendzeit gefunden. Nach ein paar Monaten Sammelleidenschaft sind schon einige Patches zusammengekommen:


Mit dabei sind
  • Kindheitserinnerungen (Black Sabbath, Metallica, Nirvana) und Jugendlieben (HIM, Nightwish)
  • Bands, mit denen ich tolle Konzerte verbinde (Trivium, Die Apokalyptischen Reiter, Solstafir, Opeth, Spreading Miasma, Amorphis, Ektomorf, Ensiferum)
  • Bands für bestimmte Momente (zum Laufen: The 69 Eyes, vor panikauslösenden Klausuren: Dimmu Borgir, zum Masterarbeit schreiben: Alcest, zum Tanzen: Disturbed)
  • Patches, die mit Freunden und Bekannten im Zusammenhang stehen (Metal-Anwalt, The Brethren, Undergrounded und natürlich meine heißgeliebten Nähkromanten)
  • und Souvenirs natürlich. "Philadelphia - DIY or DIE" erinnert mich an ein paar Tage Ostküstenbesuch inklusive Beschnuppern der dortigen Metal- und Punkszene. Ein Mensch namens Ken trug diesen Patch damals auf seiner Kutte, ich erkundigte mich, ob man da noch ein Exemplar bekommen könnte, als Souvenir. Konnte man nicht, das Ding ist selten. Ken hat ihn von seiner eigenen Kutte geschnitten, um mir eine Freude zu machen. Für mich eindeutig der wertvollste Patch in dieser Sammlung. "RÅA" ist ein Erinnerungsstück an meine Zeit in Finnland: Jedes Jahr veranstaltet die Åbo Akademi, an der ich studiert habe, das Råcktåberfest. Dort treten sämtliche Bands von Studierenden auf. Eine sehr coole Sache, wie ich finde.

Natürlich fehlt da noch eine ganze Menge, mein Pinterest-Board zu diesem Thema gibt einen kleinen Einblick, ist aber nicht vollständig. Zum Beispiel, weil viele Bands einfach keine Patches haben (z.B. weil es sich nicht um Metal handelt). Ich behelfe mir, indem ich Freundinnen mit Stickmaschinen um Hilfe bitte oder bei getpatch ordere.

 
Wer mit Kutten ein klein wenig vertraut ist, dem fällt natürlich auch auf, dass ein Backpatch fehlt. Backpatches sind die dominanten Teile in der Mitte; üblicherweise der Platz, der für die ganz große musikalische Liebe reserviert ist. In meinem Fall ist das untrverweise** Amanda Palmer, die anscheinend keine Patches hat. In diesem Fall habe ich mich für's Selbermachen entschieden. Ein kleines Projekt, das ich hoffentlich demnächst angehen kann. Stay tuned...

*siehe auch: Music With Rocks In
**"untrve = "trve vom engl. true - wahr/echt - Dinge die wirklich richtig Metal sind. Alles andere ist untrve und damit extrem uncool." (sehr treffende Definition von OctoStag, der nichts hinzuzufügen ist)



After years of denying that I need a „Kutte“ (also known as “battle vest“: a vest or jacket plastered with band patches), I gave in this year after visiting too many festivals and concerts. Now, I rummage through every merchandise stand because it’s just obvious that I need one.

After months of passionate searching, I got a couple of patches reminding me of bands I heard when I was (very) young, bands I saw live, bands I listen to in special occasions (like writing my thesis).You can follow the links above to listen to some songs if you like.

 There are also Patches that remind me of friends or places, like the “Philadelphia. DIY or DIE” patch that was given to me by a guy called Ken. I had asked him if there was any chance to get one as a souvenir for ten glorious days spent in the States. But as these patches weren’t sold anymore, he cut it from his own vest, just to make me smile.

There is more to come, of course. As many bands don’t have any patches, I need to make some on my own, ask friends with embroidery machines or order at getpatch.

Especially important and missing: the backpatch, usually the one big musical love. As I am really untrve (i.e.: not metal enough), this is Amanda Palmer. This is going to be a small DIY project, so stay tuned!


Dienstag, 15. Dezember 2015

Wichtelfreude

Innerhalb weniger Tage wurde aus einem Stapel Stoffe und Butterbrotpapier eine Kissenhülle:

It's done!
Mir gefällt die Kantigkeit des Wolfskopfes, der fast, aber eben nur fast symmetrisch ist, in Kombination mit den weichen Schnörkeln außenrum. Um das zu unterstützen, habe ich für die Schnörkel ein helles Grün verwendet - das mir dann ausging, weshalb die Ziernähte neben dem schwarzen Stern zweifarbig sind...
I like the way, the head is not exactly symmetric.
Aber mir war es wichtig, dass sowohl das schwarz, als auch das Grün noch einmal auftauchen. Eigentlich wollte ich den Musterstoff verwenden, aber ich befürchtete, dass das den Wolf erdrücken könnte. Rückblickend hätte der Wolf noch ein bisschen größer werden dürfen, aber ich mag ihn.
Black and green appear again in the star and the additional lines next to it.
Noch wichtiger: Mein Wichtelkind mag ihn auch. Nachdem ich so viel Freude beim Nähen und an der Kombination von Stickerei und Patchwork hatte, war das natürlich das Sahnehäubchen.
I'm highly motivated to sew more pillow cases like this one.
Es motiviert mich gerade unheimlich, noch mehrere Kissen nach diesem Muster zu nähen. Ich hätte zum Beispiel Lust auf orangene Schnörkel in Kombination mit einer Sphinx-Katze...

Was war euer letztes Projekt, das euch so richtig begeistert hat?

The pillow case was sewn in only a couple of days and I really like the way it turned out, although I would enlarge the embroidered square if I did it again. 
But I like the way the green twirls contrast with the black, almost symmetric wolf head and how both colours are repeated in the patchwork and quilting. And - even better: the girl I made it for likes it, too!
I really want to sew more pillow cases like this one - maybe with orange as the contrasting colour and a sphynx cat for the embroidery.

Which was the last project you really enjoyed?

Dienstag, 1. Dezember 2015

Sie blühen in der Nacht.

Das Nachtblumen-Kissen ist bei meiner Freundin angekommen und wurde sofort in seinen Lebensraum integriert. Sie hat sich riesig gefreut - und ich mich auch: Das war ein wirklich schnelles Projekt, das ohne Quiltnähte auskam. Damit trotzdem so viel Begeisterung auszulösen ist toll!

Small picture due to the fact that I don't want to show her bedroom.

The dark flower pillow case reached my dear friend. She war delighted and so was I: this pillow case was a reall simple piece of work, nothing complicated at all (I even decided against quilting because I didn't have thread in the right colour). To make her that happy with such a small thing was awesome!